Wort der Kirchen und christlichen Gemeinschaften zu den Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gemeindeglieder in Langenau, Albeck, Göttingen und Hörvelsingen!

Die Bundeskanzlerin hat in ihrer Pressekonferenz am vergangenen Montag, 16. März, unmissverständlich deutlich gesagt: „Zu verbieten sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften.“ Das ist eine seit Menschengedenken nie dagewesene Einschränkung religiösen Lebens. Sie widerstrebt unserer Grundhaltung als Kirchen und Gemeinschaften, Menschen zu sammeln und Begegnung zu ermöglichen.

Gleichwohl halten auch wir als christliche Gemeinden in Langenau, Albeck, Göttingen und Hörvelsingen diese gravierende Einschränkung in der jetzigen Situation für gerechtfertigt, nötig und geboten. Denn es ist jetzt ein Gebot der Nächstenliebe und Solidarität: Je weniger sich die Menschen begegnen, desto wirksamer kann die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamt und bekämpft werden.

Damit geben wir uns nicht einem Geist der Panikmache und der Hysterie hin, sondern wirken als Christenmenschen im Geist der Liebe und der Besonnenheit mit an der Bewältigung dieser riesigen Herausforderung, die unsere Gesellschaft, Europa und die Welt bedroht. Als Christinnen und Christen glauben wir an den auferstandenen Jesus Christus und nicht an einen Toten. Genau deshalb haben wir Hoffnung für diese Welt und über diese Welt hinaus – und diese Botschaft der Hoffnung ist es, die die Kirchen und Gemeinschaften in diesen Tagen im Besonderen einzubringen haben.  

Unter den Rubriken der einzelnen Kirchengemeinden und der Gemeinschaft finden Sie die aktuellen Informationen. Wichtig ist uns allen: Auch wenn Gottesdienste und gemeindliche Veranstaltungen jetzt pausieren – wir Pfarrerinnen und Pfarrer, Pastoralreferentin, Pastoren und Diakone sind und bleiben für die seelsorgerliche Begleitung da. Wenn Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Gemeindeglieder, einen seelsorgerlichen Kontakt wünschen, für Fragen, die Sie umtreiben, das Gespräch suchen oder ein aufrichtendes und tröstendes Wort zugesprochen bekommen möchten – zögern Sie nicht, Ihre Pfarrerin, Ihren Pfarrer, Ihre Pastoralreferentin, Ihren Pastor oder Diakon anzurufen. Wir nehmen uns gerne für Sie Zeit!

Seien Sie von Gott behütet!

Ihre Pfarrer Dr. Martin Hauff, Pfarrerin Rebekka Herminghaus, Pfarrerin Mechthild Martzy, Pfarrerin Irmtraud Ahlers, Pfarrer Dr. Andreas Hoffmann-Richter;
Pfarrer Claus Stoll, Pastoralreferentin Corina Müller, Diakon Bernhard Gans, Diakon Johannes Steck; Pastor Thomas de Jong; Gemeinschaftspastor Winfried Steinacker