WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

Auftakt: Mini-Mitmach-Gottesdienst und festlicher Gottesdienst in Wettingen

Die ersten Weihnachtsgottesdienste wurden schon am 4. Advent gefeiert.
Beim Mini-Mitmach-Gottesdienst am Sonntag Nachmittag im Helferhaus erlebten die Allerkleinsten, wie beschwerlich die Reise von Maria und Josef nach Bethlehem war, bis endlich das Jesuskind im Stall geboren wurde und die Engel ihr Lied sangen.

In Wettingen wurde der Gottesdienst durch Instrumentalmusik von Familie Müller-Gaida mit zwei Saxophonen, Violine und Querflöte festlich gestaltet.

Heiliger Abend


Im Familiengottesdienst der Martinskirche stand wie immer das Krippenspiel im Mittelpunkt.
„Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der soll nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Dieses Wort aus dem Johannesevangelium, das unsere Kinderkirchkinder jeden Sonntag begleitet, war das Thema des Krippenspiels, das einen Bogen von der Verkündigung des Engels Gabriel bis hin zum erwachsenen Jesus spannte. Jesus ist geboren, damit es auch heute in unserer Welt und in unseren Herzen heller wird – so auch Pfarrerin Martzy in ihrer Predigt.

Die Christvesper in der Leonhardskirche wurde traditionell eingeleitet und festlich gestaltet durch Weihnachtschoräle des Posaunenchors. In den Mittelpunkt ihrer Predigt stellte Pfarrerin Martzy eine spätmittelalterliche Buchmalerei eines unbekannten Künstlers aus Frankreich. Maria liest, während Josef liebevoll das in Fatschen gewickelte Kind hält – eine ungewöhnliche Rollenverteilung in der „heiligen“ Familie! Doch Gott schenkt Freiheit, er legt uns nicht auf bestimmte Rollen fest. Nur sich selbst hat er mit der Geburt des Krippenkindes ein für allemal festgelegt. Die Welt wird Gott nicht los, und würde sie auch noch so gottlos – Gott sei Dank!

Um 20 Uhr fanden sich in der Martinskirche zahlreiche Besucherinnen und Besucher zur Christnacht-Feier ein. Kirchenmusiker Conrad Schütze an der Orgel und Hannah Sühring mit der Trompete gaben dem Christnacht-Gottesdienst eine festliche musikalische Note. Kirchengemeinderätinnen Kirsten von Thun und Frauke Krug trugen zusammen mit Pfarrer Martin Hauff die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium in drei Abschnitten vor. Der Predigt lag ein Abschnitt aus dem Buch des Propheten Sacharja zugrunde, über den erstmals nach Einführung der neuen Predigttextordnung vor gut einem Jahr gepredigt wurde. Die Christnacht lasse uns still werden vor dem Geheimnis, dass Gott sich aus seiner himmlischen Wohnung auf den Weg gemacht hat und im Kind in der Krippe in Bethlehem zu uns gekommen ist. Weihnachten, so Pfarrer Hauff weiter, habe eine sehr persönliche Seite: „Gott will zu dir kommen und bei dir wohnen“, aber zugleich habe Weihnachten auch eine universale Dimension: „Die Weihnachtsfreude gilt allem Volk, und deshalb führt Gottes Kommen im Kind von Bethlehem Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen.“ Die von der Christnacht-Gemeinde kräftig gesungenen Weihnachtslieder vertieften das Gehörte; und als am Ende des Gottesdienstes das „O du fröhliche...“ mit Zimbelstern-Begleitung gesungen wurde, waren viele Herzen berührt.

Diejenigen, die nach einem langen Tag für sich Ruhe und Stille suchten, kamen in der 22 Uhr-Christnachtfeier auf ihre Kosten. Noch einmal wurde die Weihnachtsgeschichte vorgetragen, von Kirchengemeinderat Rainer Schmid, Kirchengemeinderätin Dr. Ulrike Grabert und Rainer Ganguin; zarte Orgelzwischenspiele führten zu meditativer Ruhe. Pfarrer Hauff bezeichnete in seiner Begrüßung Weihnachten als „Fest der Hoffnung“, was sich durch die Christnacht-Feier durchzog.

25. Dezember 2019 - Christfest in der Leonhardskirche


Um 9.30 Uhr wurde in der Leonhardskirche ein stimmungsvoller Christfest-Gottesdienst gefeiert. In der Predigt entfaltete Pfarrer Martin Hauff die Weihnachtsbotschaft, wie sie der Titusbrief auf den Begriff bringt: Weihnachten als die Erscheinung der Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes. Die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes war dann in der Feier des Heiligen Abendmahls zu erleben. Der Kirchenchor unter Leitung von Conrad Schütze bereicherte mit weihnachtlichen Weisen nicht nur die Abendmahlsfeier, sondern auch den Eingangsteil des Gottesdienstes. Die weihnachtlich geschmückte Kirche mit Christbaum, Krippe und Weihnachtssternen rundete den Gesamteindruck ab.

Weitere Gottesdienst wurden um 10 Uhr in der Martinskirche mit Posaunenchor und 11.15 Uhr in Wettingen gefeiert.