5. Juli 2020 - Erntebitt-Gottesdienst

Unter dem Motto: „… soviel er zum Essen brauchte“ (2. Mose 16) gestalteten Pfr. Dr. Martin Hauff und der Posaunenchor den Gottesdienst.

Bei schönstem Sommerwetter fand der diesjährige Erntebitt-Gottesdienst im Gemeindegarten statt. Die Landfrauen Langenau hatten für reichhaltigen Altarschmuck gesorgt. Die zahlreichen Gottesdienstbesucher fanden unter den schattenspendenden Bäumen Platz. Die Bläserinnen und Bläser des Posaunenchors Langenau unter Leitung von Michael Egetenmeyer spielten mit hörbarer Freude ihren ersten Gemeindegottesdienst, den sie seit dem Lockdown wieder mitgestalten konnten – und bekamen dafür reichlich Beifall von der Gemeinde. Der Predigttext für den Erntebittgottesdienst, den jedes Jahr das Evangelische Bauernwerk Württemberg vorschlägt, war dem 2. Mosebuch entnommen und berichtete von der Versorgung des Volkes Israel während der Wüstenwanderung mit dem Manna, dem Brot vom Himmel, das Tag für Tag aufgesammelt wurde. Pfarrer Martin Hauff betonte, dass dieser Text an der Wertschätzung der Nahrung arbeite: Wertschätzung gegenüber dem Essen beginne mit der Dankbarkeit Gott gegenüber. Um das rechte Maß im Umgang mit den Lebensmitteln zu finden, gelte es, die Lebensmitte zu finden. Dazu könne der Gottesdienst am Sonntag helfen, weil er die Dankbarkeit für Gottes Fürsorge in den Mittelpunkt stelle und zugleich die Augen öffne, wo wir von unserem Überfluss abgeben können. In den Fürbitten kamen die Landfrauen und der landwirtschaftliche Ortsverein zu Wort, es wurde um Bewahrung derer, die in der Ernte Hochsaison haben, und um sorgsamen Umgang mit dem Geernteten und den daraus hergestellten Lebensmitteln gebeten.

Die Bläserinnen und Bläser zogen anschließend weiter zum Sonnenhof, wo sie den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Sonntags-Platzkonzert spielten. Pfarrer Hauff richtete ein geistliches Wort an die Zuhörer auf dem Balkon und an den Fenstern: Gott ist treu, wie Paulus im 1. Korintherbrief schreibt; und dieser treue Gott geht mit im Auf und Ab der Zeiten, auch durch die Zeit, in der die Bewohner im Sonnenhof erst gar keinen Besuch und dann sehr eingeschränkt Besuche erhalten konnten. Hausdirektorin Frieda Freudenthaler bedankte sich im Namen des ganzen Sonnenhofs herzlich für das Konzert – woraufhin die Bläser noch eine Zugabe spielten.