4. April 2021 - „Christ ist erstanden …“ – vielfältige Ostergottesdienste

Sie konnten stattfinden – unsere Ostergottesdienste.

Nachdem zeitenweise unklar war, ob an Ostern überhaupt Präsenzgottesdienste stattfinden können, waren wir sehr dankbar, dass mit Hygienekonzept, Tickets, Abstand und in z.T. etwas eingeschränkter Form zu den vertrauten Zeiten und an den vertrauten Orten die Ostergottesdienste mit Besucherinnen und Besuchern stattfinden konnten. Zugleich wurden einige Gottesdienste auch im Livestream übertragen und konnten von zuhause aus mitgefeiert werden – Dank an Technik-Team!

Um 5.30 Uhr wurde in der Martinskirche Osternacht gefeiert, mit der neu entzündeten Osterkerze, mit vollem Geläut zur Lesung des Osterevangeliums und geistlichem Impuls von Pfarrerin Herminghaus.

Noch in der Morgendämmerung begann um 6.30 Uhr die Auferstehungsfeier auf dem Friedhof. Ein Bläser-Oktett des Posaunenchors Langenau unter Leitung von Hans-Jörg und Sibylle Häge spielte die Osterchoräle den Besuchern ins Herz, die in weitem Rund zwischen den Gräbern um die Ostseite der Peterskirche standen. Pfarrer Hauff erinnerte in seiner Ansprache an die Praxis der ersten Christen, sich am ersten Tag der Woche an den Gräbern zu versammeln, den Auferstandenen anzurufen und in seinem Namen das Leben in Fülle zu preisen, das an der Grenze des Todes nicht haltmacht. Nach dem Bläsernachspiel ging wunderbar im Osten die Ostersonne auf.

In den beiden Festgottesdiensten um 9.30 Uhr in der Leonhardskirche und um 10.00 Uhr in der Martinskirche wurden die Texte der alten Osterchoräle und neuen Osterlieder durch stellvertretende Sängerinnen der Gemeinde ins Herz gesungen. Conrad Schütze in der Leonhardskirche und Markus Hauff in der Martinskirche brachten kräftiges Osterlob mit der Orgel zu Gehör, in der Martinskirche war wiederum unter Leitung von Sibylle und Hans-Jörg Häge ein Bläseroktett des Posaunenchors zu hören.
Pfarrerin Martzy brachte den alttestamentlichen Predigttext von Israels Errettung am Schilfmeer zu Gehör, in dem es um neues Leben und einen Neuanfang zwischen dem Volk Israel und seinem Gott geht, und an dessen Ende Miriam die Pauke schlägt und ein österlich anmutendes Danklied anstimmt.
Pfarrer Hauff legte das Osterevangelium des Matthäus aus, das vom Gang der beiden Marien am ersten Tag der Woche zum Grab Jesu berichtet – Grundlage und Ausgangspunkt des christlichen Sonntags, dessen 1700jähriges Jubiläum in diesem Jahr Anlass ist, über die Kostbarkeit des Sonntags als kleines Auferstehungsfest im Fluss des Alltags nachzudenken und sich für den Erhalt dieses Tages einzusetzen. (Predigt hier nachzullesen)

Am Ostermontag folgte ein Gottesdienst mit Vikarin Weißenstein, in dem Paul Gerhardts Osterchoral „Auf, auf, mein Herz mit Freuden“ (EG 112) in einer Liedpredigt entfaltet wurde, musikalisch festlich umrahmt von Karin Klauß, Gesang und Kantor Conrad Schütze an der Orgel.