Die Baur-Orgel von 1701 bis 1751

Im Ratsprotokoll von 1701 der Stadt Ulm findet sich der nächste Hinweis zur Orgelgeschichte in Langenau.
Der Ulmer Rat erlaubte hierin der Langenauer Gemeinde, „dass sie in ihrer Hauptkirche anstatt der darin befindlichen kleinen Orgel eine größere auf ihre Kosten anschaffen möge.“
Den Auftrag zum Bau der Orgel erhielt CHRYSOSTOMUS BAUR aus Ulm.
Der am 22. Februar 1662 in Ulm geborene CHRYSOSTOMUS BAUR übernahm die Tradition der reichsstädtischen Ulmer Orgelbauwerkstätte von REINHARDT SCHWARTZKOPF, bei dem er höchstwahrscheinlich das Orgelbauhandwerk auch erlernt hatte.
BAUR war zwischen den Jahren 1690 und 1729 in der näheren Umgebung Ulms sowie in der Reichsstadt selbst tätig. Neben zahlreichen Umbauten, Instandsetzungen und Reparaturen sind bislang neun Neubauten bekannt. Erhalten ist u.a. noch der aufwändig gestaltete Prospekt seiner Orgel in Altheim/Alb.
BAUR fertigte die Orgel für Langenau in seiner Ulmer Werkstatt, denn im Jahre 1703 wurde der Fuhrlohn für das Abholen der Orgel in Ulm vergütet. Der Orgelneubau kostete 370 Gulden, schon fünf Jahre später führte Meister BAUR selbst eine Reparatur für 20 Gulden durch.
Zwischen 1719 und 1725 wurden einige Male vom „Orgelmacher in Ulm“ Rechnungen von Reparaturen und Stimmungen an der Orgel quittiert.