14. Dezember - Letzter Marktstand der Orgelfreunde

Nach gut drei Jahren Präsenz auf dem Langenauer Wochenmarkt haben sich die Langenauer Orgelfreunde an diesem Samstag mit einem letzten Marktstand von den Marktbesuchern verabschiedet.
Regina Mittnacht, Claudia Henseler, Christiane Schulz, Hannelore Braunwarth und Elke Schiele hatten den letzten Marktdienst übernommen. Sie dankten allen Marktbeschickern für die gute Aufnahme in ihre Reihen und brachten ihnen gleich zu Beginn des Wochenmarkts Kaffee, Punsch, Hefekranz und Gebäck an ihre jeweiligen Stände.
Neben dem bunten Verkaufssortiment gab es am Stehtisch Gelegenheit, sich bei Kaffee und Gebäck aufzuwärmen, zu stärken und ins Gespräch zu kommen.
Vielen Dank allen, die durch ihr Interesse und ihren Einkauf am Marktstand das Orgelprojekt unterstützt haben. Und vielen Dank allen, die am Stand die Samstags-Schichten übernommen haben, nicht zu vergessen auch die fleißigen Auf- und Abbauhelfer.
Mit dem ersten Marktstand hatten die Orgelfreunde am Samstag, 20. November 2010, begonnen. Unzählige Gespräche rund um das Orgelprojekt konnten an diesem beliebten Treffpunkt geführt, zahlreiche Informationen weitergegeben werden. Das Bewusstsein und die Begeisterung für das Orgelprojekt konnte an diesem Stand gefördert und befeuert werden.

4. Dezember - Abnahme der Orgel

Am Mittwoch, 4. Dezember, fand ein gewichtiges Treffen in der Martinskirche statt: Der für uns zuständige Orgelsachverständige, KMD Gerhard Klumpp (Geislingen), war angereist, um die neue Lenter-Orgel abzunehmen. Im Beisein von Kantor Conrad Schütze, Pfarrer Hauff, Pfarrerin Herminghaus, Kirchengemeinderats-Vorsitzender Regina Mittnacht, Rainer Schulz vom Leitungskreis Orgelfreunde, Andreas Schulz, Gerhard und Markus Lenter sowie Markus Seeger von der Orgelbaufirma Lenter testete der Orgelsachverständige das neue Instrument. Höhepunkt der Abnahme war ein Virtuosenstück, das Markus Seeger ausdrucksstark spielte und das sich die Anwesenden im Kirchenschiff anhörten. Der Orgelsachverständige sprach der neuen Orgel seine höchste Anerkennung aus und beglückwünschte die Langenauer Kirchengemeinde zu ihrem neuen Instrument, das auf Jahre hinaus Entdeckungs-Potenzial biete. Das Preis- Leistungs-Verhältnis sei weit überdurchschnittlich, und die Orgelbau-Firma habe ein überaus qualitätsvolles Instrument für die Martinskirche geschaffen. Er wünschte der Gemeinde auf lange Zeit viel Freude mit ihrer neuen Orgel.

1. Dezember - Benefizkonzert des Musikvereins zugunsten der Orgel

Ein stimmungsvolles Adventskonzert gaben die beiden Kapellen des Musikvereins am frühen Abend des 1. Advent in der Martinskirche: Zuerst die Stadtkapelle Langenau unter Leitung von Klaus Schlander, die Film-Musiken darbot. Bei „The Phantom of the Opera“ übernahm Conrad Schütze einige Passagen mit der neuen Orgel im Zusammenspiel mit der Stadtkapelle.
Die Langenauer Schwäble unter Leitung von Achim Götz führten mit ihren Melodien immer weiter hinein in die Adventszeit, bis mit Feliz Navidad sich schon weihnachtliche Klänge Bahn brachen.
Pfarrer Martin Hauff trug zwei adventliche Impulstexte vor und dankte dem Musikverein für seinen Einsatz für die Orgel, stellvertretend Steffen Faul als Vorstand und Jürgen Baur als früherem Vorstand, der aktiv bei den Orgelfreunden mitgewirkt hatte.
Insgesamt wurden 2.485,43 € in die Opferkörbe eingelegt.

10. November - Festgottesdienst zur Einweihung der neuen Lenter-Orgel in der Martinskirche

An diesem Sonntag wurde wahr, worauf die Kirchengemeinde schon so lange zugelebt und zugearbeitet hatte: Die neue Orgel konnte feierlich eingeweiht werden.
Mit einem strahlenden Vorspiel eröffneten die Bläser des Posaunenchors unter Leitung von Hans-Jörg Häge den Gottesdienst. Pfarrer Dr. Martin Hauff konnte im Einweihungsgottesdienst alle Generationen begrüßen, darunter die Kinderkirchkinder und die Konfirmanden, die im Konfirmandenunterricht gute Wünsche für die neue Orgel notiert hatten, wie z.B. „Dass sie viele Leute zusammenbringt“ oder „Dass sie lange erhalten bleibt (Die Orgel soll lang heben)“.
Dann wurde zusammen mit den Mitarbeitenden der Firma Lenter die Einweihungshandlung vorgenommen. Orgelbaumeister Gerhard Lenter überreichte Kantor Conrad Schütze symbolisch vier Orgelpfeifen, die jener kurz anblies und die dieser auf dem Altar niederlegte. Nach dem Gebet zur Einweihungshandlung ließ Conrad Schütze, assistiert von Hans-Martin Braunwarth, die ersten imposanten Klänge auf der neuen Orgel erklingen: Das Präludium in Es-Dur von Johann Sebastian Bach.
Es wurde ein froh gestimmter Lob- und Dankgottesdienst, in dem Pfarrerin Herminghaus, Pfarrer Krimmer, Pfarrer Hauff und Kirchengemeinderats-Vorsitzende Regina Mittnacht liturgisch agierten, der Kirchenchor Langenau und Holzkirch unter Leitung von Conrad Schütze und der Posaunenchor in einem stimmigen Miteinander das Lob Gottes erklingen ließen.
Die Festpredigt zu Psalm 150, dem großen Halleluja, hielt die Ulmer Regionalbischöfin, Prälatin Gabriele Wulz. Beim Halleluja über das vollendete Orgelwerk in Langenau beginnend, schlug die Prälatin den Bogen an den Beginn des Psalter-Buchs, das mit viel Klage und eher düsteren Farben beginne, so wie es sich im wirklichen Leben auch vorfinde, und dann mehr und mehr in Lob und Dank umschlage, bis am Ende des Psalters mit dem 150. Psalm das große Halleluja stehe. Auch wenn es Lebensphasen gebe, in denen das Halleluja tief in uns verschlossen sei, so helfe doch die Orgel, dass das Halleluja den Weg auf die Lippen finde und wir im Gottesdienst als Gemeinde miteinander ins Lob einstimmen.
Pfarrer Hauff erinnerte daran, dass die neue Orgel ein Jahrhundertprojekt sei, dessen Realisierung nur durch die ideelle, finanzielle und tatkräftige Unterstützung vieler in Langenau und darüber hinaus möglich geworden sei. Er dankte namentlich den Mitgliedern des Kuratoriums (den Damen Wulz und Heilbronner und den Herren Seiffert, Nusser, Mangold, Gerstlauer und Schöffner). Für das Kuratorium, insbesondere auch im Namen von Herrn Landrat Seiffert, aber auch für die gesamte Stadt beglückwünschte Bürgermeister Wolfgang Mangold die Kirchengemeinde zur neuen Orgel. Für die Langenauer Orgelfreunde und den Fachausschuss sprach Rainer Schulz, Mitglied im Leitungskreis der Langenauer Orgelfreunde, und skizzierte dabei den Weg der zurückliegenden vier Jahre, die gefüllt mit Unterstützungsaktionen für die Orgel waren. Das Miteinander ganz unterschiedlicher Leute für das eine Projekt Orgel, so Rainer Schulz, sei ein Gewinn für unsere Kirchengemeinde und für unsere Stadt – über den Einweihungstag der Orgel hinaus (nachzulesen hier).
Nach dem Gottesdienst ließen viele noch das schöne Orgelwerk auf sich wirken. Orgelbaumeister Markus Lenter persönlich erläuterte noch den Entstehungsprozess und die Klangfarben der Orgel, ehe ein epochaler Vormittag für die Kirchengemeinde endete.

Der Tag wurde abgerundet durch ein Einweihungskonzert um 17 Uhr, in dem Professor Dr. Christoph Bossert (Würzburg) Werke von Bach, Reger u.a. zu Gehör brachte. Der Abend klang aus mit einem Beisammensein auf der Empore bei Wein und Brot, sowie angeregten Gesprächen.

Eindrücke von der Baustelle

22. September - Ausstellung zugunsten der neuen Orgel der Martinskirche

Die Langenauer Künstlerin Anneliese Neumann hatte die Idee, zugunsten der neuen Orgel in unserer Martinskirche eine Ausstellung in der Helferhaus-Galerie zu gestalten, unterstützt von den Orgelfreunden. Zur Vernissage waren knapp 100 Gäste gekommen, die von Conrad Schütze musikalisch (mit Mussorgski und Ravel auf dem Klavier) und von Pfr. Wolfgang Krimmer mit herzlichen Worten begrüßt wurden. Zur Einführung sprach Kirchenrätin Ursula Kannenberg vom Zusammenhang zwischen Glaube und Bildern. Die Langenauer Orgelfreunde übernahmen die Bewirtung mit Kaffee, Kuchen und Getränken.
Die in Langenau-Albeck lebende Künstlerin hat an zahlreichen Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland teilgenommen. Die Künstlerin hat für diese Ausstellung und für die Räume der Helferhaus-Galerie eine reiche Auswahl an Werken in unterschiedlichsten Formaten zusammengestellt.
Die Ausstellung endet am kommenden Sonntag mit einer Finissage.

Samstag, 31. August - Langenauer Orgelfreunde auf dem Flohmarkt

Auf dem Flohmarkt „Rund um den Pfleghof“ des Arbeiter-Samariter-Bundes Ortsverband Langenau waren auch die Langenauer Orgelfreunde vertreten. Zuerst galt es, aus dem eigenen Keller- und Dachboden-Fundus geeignete Ware zur Verfügung zu stellen. Nach Erhalt eines Standplatzes wurde ab 6 Uhr morgens der Stand aufgebaut. Neue Erfahrungen konnte dann der Standdienst in der Kunst des Verhandelns und Feilschens sammeln.
Ergebnis: 387,40 €.
Herzlichen Dank an den ASB Ortsverband Langenau, der uns als Unterstützung für den Orgel-Neubau den Standplatz kostenlos überließ!

Samstag, 17. August - Orgel-Richtfest

Bei schönstem Sommerwetter konnte am Samstag, 17. August, auf dem Kirchplatz der Martinskirche das Orgel-Richtfest gefeiert werden. Zweieinhalb Wochen nach dem Eintreffen der Orgel-Bauteile in Langenau konnten die Mitarbeiter der Firma Lenter das Orgelgehäuse der neuen Orgel aufbauen, „aufrichten“, und damit den ersten Bauabschnitt abschließen. Die von Kantor Conrad Schütze schon lange gehegte Idee eines Orgelrichtfestes konnte dank zahlreicher bereitwilliger und engagierter Helferinnen und Helfer realisiert werden.
Besonders hervorzuheben sind der Landfrauenverein Langenau mit Nerenstetten und Wettingen und dessen Vorstandschaft Helga Haide, Anna Laible und Margit Schmid und der Kreislandfrauenverband Ulm mit seiner Vorsitzenden Renate Wolf, die unter dem Motto „Wir bitten zu Tisch“ eine große Auswahl an Kuchen sowie hervorragende regionale Speisen bei gepflegter Tischkultur bereit gestellt haben.
Für ein kurzweiliges, unterhaltsames Bühnenprogramm in Wort und Musik sorgten das Musikduo „Spitzbuaba“ (Roland Götzl und Dietmar Häußler), Wilhelm Glöckler (Weidenstetten) und Reinhold Stocker (Westerstetten) mit einem Volksliedersingen, Margret Arnegger und Stefanie Erz von den Albeck-Göttinger Landfrauen mit zwei schwäbischen Theaterstücken und Maria Breitinger aus Bibertal mit humorvollen Mundart-Vorträgen.
Für wunderbaren Blumenschmuck auf den Tischen und in der Kirche zeichnete Luise Thierer-Huss und ihr Team verantwortlich.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren dem Festtagsmotto gefolgt und haben sich zu Tisch bitten lassen. Um 22.30 Uhr läuteten die Glocken zum Richtfest-Abschluss-Gottesdienst, den Kantor Schütze auf dem Orgelpositiv und Pfarrer Dr. Martin Hauff mit einer Kurzpredigt (hier nachzulesen) gestalteten. Im Anschluss gab es Gelegenheit, einen Rundgang über die Empore zu machen, die Orgelbauteile anzuschauen und vor dem fertig aufgerichteten Orgelgehäuse über die Größe des neuen Instruments zu staunen.

Weitere Bilder finden Sie auf der Internetseite des KreislandFrauenverbandes Ulm unter der Rubrik „Aktuelles“.

26. Juli - Freitagabend beim Orgelbauer...

... sieht es nun so aus. Die Orgel ist fast zerlegt, um alles  ab Montag in die Container zu verladen.

Und am Dienstag sieht es in Langenau so aus ...

Das Warten auf die neue Orgel geht zu Ende. Viele fleißige Helfer sind dabei, als es darum geht, die erste Lieferung der Einzelteile zu entladen. Schon hier zeigt sich, dass gute Organisation wichtig ist, damit die vielen Teile nicht unauffindbar durcheinander geraten.
In den nächsten Tagen wird zunächst das Gehäuse der neuen Orgel aufgebaut, so dass innerhalb kurzer Zeit die Empore wieder gefüllt sein wird.

13. Juli - Einmaliges Kammerkonzert

Um 20.30 Uhr fand in der Langenauer Martinskirche auf der zurzeit leer stehenden Orgelempore ein Kammerkonzert  statt - eine einmalige Gelegenheit, die besonderen räumlichen und akustischen Verhältnisse dieser Empore zu erleben.
Die Mitwirkenden, Ulrike Blessing (Sopran), Ulrike Garmatter (Violine) und Conrad Schütze (Cembalo), brachten Werke des Barock von Monteverdi, Bach, Händel und anderen zu Gehör.
Der Erlös des Abends kommt der neuen Orgel zugute.

Ab 29. Juli wird die Empore wieder ein anderes Gesicht bekommen, wenn mit  dem Aufbau der neuen Orgel begonnen wird.

Langenau wird um 2.486 Pfeifen reicher

Vielen Dank für die rege Beteiligung bei der Schätzfrage zur Pfeifenanzahl in der neuen Orgel. Die Bandbreite der eingereichten Schätzungen ging von 262 bis 7222.
Die Lenter-Orgel wird 38 Register haben. Davon sind 8 Pedalregister mit jeweils 30 Tönen und je eine Pfeife pro Ton, das heißt 240 Pfeifen für das Pedal.
Von den 30 Manualregistern haben genau 26 auch nur eine Pfeife pro Ton. 17 davon stehen im Hauptwerk und im Positiv und haben damit 58 Töne / Pfeifen. 8 stehen im Schwellwerk und haben jeweils 70 Töne / Pfeifen. Die „Voix célèste“ steht zwar auch im Schwellwerk, hat aber nur 58 Töne und der „Suboktavausbau“, der nicht als eigenständiges Register zählt, besitzt nur 12 Töne. Dann gibt es noch die Register „Cymbel 1´ 2fach“ mit 2 x 58 und „Mixtura minor 1 1/3´ 3fach“ mit 3 x 58 Pfeifen. Die „Mixtura major 1´ 4-5fach“ hat 36 Töne mit je 4 Pfeifen und 22 Töne mit je 5 Pfeifen. Zuletzt fehlt noch die „Trompette harm. 8´“ im Schwellwerk mit 70 Tönen, von denen aber die höchsten 16 jeweils 2 Pfeifen haben.
Damit kommt die Orgel auf insgesamt 2486 Pfeifen. Ein genaue Auflistung der Töne findet man auf www.kirche-langenau.de unter Patenschaften.
Am nächsten an der genauen Zahl und damit jeweils ein privates Orgelkonzert mit Kantor Conrad Schütze für bis zu 800 Gäste gewonnen haben Ingrid Heimberger, Langenau (2478) und Günter Wöhrle, Albeck (2494). Herzlichen Glückwunsch!

15. Juni - Fahrt zur Orgelbauwerkstatt Lenter nach Sachsenheim

Mit 48 Mitfahrenden ausgebucht war die Fahrt zur Orgelbauwerkstatt Lenter nach Sachsenheim, die am Samstagmorgen um 8 Uhr auf dem Freisteg startete. Das Vorbereitungs-Team - Rainer und Christiane Schulz sowie Kantor Conrad Schütze-  hatte drei sehr schöne Programmpunkte vorbereitet. Um in der Orgelbauwerkstatt sich nicht auf die Füße zu treten, wurde zusätzlich eine Stadtführung durch die sehenswerte Stadt Bietigheim organisiert, die jeweils in 24er-Halbgruppen wahrgenommen wurde.
Bietigheim, die 42.000-Einwohner-Stadt am Zusammenfluss von Enz und Metter, ist seit 10 Jahren schuldenfrei und konnte seine historische Altstadt aufwändig und ansprechend sanieren.
Beide Halbgruppen trafen sich zum gemeinsamen Mittagessen in der Gastwirtschaft „Rossknecht“ im Hof der Bietigheimer Musikschule.

In der Orgelbauwerkstatt in Großsachsenheim empfing Geschäftsführer Markus Lenter am Vormittag und am Nachmittag die jeweilige Halbgruppe. Kompetent führte Markus Lenter die Gruppen durch die Werkstatt und beantwortete klar und präzise alle Fragen.
Großen Eindruck machte das schon nahezu fertiggestellte Orgelgehäuse, in das alle vorhandenen Teile des alten Orgelprospekts eingebaut wurden und das durch Einfügung eines Zwischenstücks bis zur Decke der Werkshalle reichte und auch unsere Orgelempore bis weit unter die Kirchendecke ausfüllen wird. Auch der Spieltisch war schon erkennbar, ebenso die neuen Metallpfeifen und die wieder verwendeten großen Holzpfeifen.
Markus Lenter erklärte den staunenden Besuchern, dass rund 50.000 Einzelteile zur neuen Martinskirchen-Orgel zusammengefügt werden. Überaus positiv registrierten die Besucher, dass die Firma Lenter nahezu alle Bauteile selber fertigt und eigenhändig ausgesuchtes heimisches Holz verwendet, und dass die wenigen zugekauften Bauteile von seriösen Zulieferfirmen aus dem Ländle bezogen werden.
Die beiden Fragen, die Markus Lenter bei seinem Besuch auf dem Neujahrsempfang 2012 in Langenau angesprochen hatte („Warum dauert der Bau der neuen Orgel so lange?“, „Warum ist die neue Orgel so teuer?“), klärten sich durch den eindrucksvollen Einblick in die Werkstatt und die klaren Erläuterungen von Markus Lenter für alle Reiseteilnehmer von selbst.
„Auf Wiedersehen in Langenau“, damit verabschiedete Markus Lenter die Reisegruppe und gab dabei bekannt, dass am Montag, 29. Juli, die Anlieferung der großen Orgelgehäuse-Bauteile in die Martinskirche erfolge.

14. Juni - „Schwäbischer Abend“ mit dem Benefizschwätzer Dr. Gerhard Raff

Die Orgelfreunde hatten zu 20 Uhr in die Martinskirche zu einem „Schwäbischen Abend“ mit Dr. Gerhard Raff aus Stuttgart-Degerloch eingeladen. Rund 400 Zuhörer waren in die Martinskirche geströmt, um den Historiker, Dialektautor und Verfasser des mehrfach preisgekrönten Klassikers „Herr, schmeiß Hirn ra!“ zu hören. Nach einer beeindruckenden Aufzählung seiner bisherigen Benefiz-Aktivitäten u.a. für den Brandenburger Dom oder für eine Pilgerherberge auf dem Jakobsweg begeisterte er sein Publikum mit seinen vergnüglichen „Schwäbischen Geschichten“, angefangen von der „erstunkenen und erlogenen“ Theorie der Abstammung der Schwaben von den Chinesen über seine schwäbische Fassung von Mose und den Zehn Geboten bis hin zur Plattenhardter Feuerwehr.
In der Pause signierte Raff seine bewusst in württembergischen Behinderteneinrichtungen gedruckten Benefizbestseller liebevoll individuell und höchst originell mit seinem Deger-Loch. Währenddessen bewirteten die Orgelfreunde die Besucher mit Häppchen und Langenauer Orgelwein.
Mehrfach betonte Raff, wie wohl er sich hier in der Martinskirche im Ulmer Land fühle und wie er sich freue, dass das Publikum so engagiert mitgehe. Als „Fahrgeld“ erbitte er sich in Altwürttemberg das Absingen der württembergischen National-Hymne „Preisend mit viel schönen Reden“, hier im Ulmer Land aber schlage er das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ vor, das alsbald kräftig a capella gesungen wurde.
Sein flammender Appell, der Orgel etwas Gutes zu tun  („und alles unter 1.000,- € heute Abend wäre eine Ohrfeige!“) wurde wohlwollend befolgt. Die Einlagen in die Spendenkörbchen und der Erlös des Buchverkaufs erbrachte den stolzen Betrag von 2.705, 50 € für die Orgel.