HELMUT BORNEFELD

HELMUT BORNEFELD wurde am 14. Dezember 1906 in Stuttgart-Untertürkheim geboren. Nach einer Gärtnerlehre widmete er sich von 1924 bis 1931 dem Musikstudium am Adler’schen Konservatorium und an der Musikhochschule Stuttgart mit den Fächern Tonsatz und Klavier. In den folgenden Jahren war er in Stuttgart und Esslingen als Klavierlehrer, Leiter des Esslinger Kammerchors und als Komponist tätig.
Nach Verfemung seiner kompositorischen Arbeiten durch die NS-Presse studierte er zusätzlich zwischen 1935 und 1937 Kirchenmusik in Stuttgart.

Von 1937 bis 1971 war HELMUT BORNEFELD Kantor und Organist an der Pauluskirche in Heidenheim/Brenz. Neben seiner Tätigkeit als Kirchenmusiker und Bezirkskantor komponierte er zahlreiche Werke für den Gottesdienstgebrauch, sein „Choralwerk“.
Ab den 60er Jahren entstanden nicht kirchlich gebundene Werke in kammermusikalischen Besetzungen. BORNEFELDS grafische Arbeiten, seine Architekturentwürfe für Orgelbauten und seine schriftlichen Publikationen bezeugen seine vielseitige Begabung.
Von 1946 bis 1960 fanden unter seiner Leitung gemeinsam mit dem zeitgenössischen Komponisten SIEGFRIED REDA die „Heidenheimer Arbeitstage für neue Kirchenmusik“ statt.

Im langen Zeitraum von 1938 bis 1977 wirkte HELMUT BORNEFELD zusätzlich in den östlichen Dekanaten der Landeskirche Württemberg als Orgelsachverständiger. Durch seine Affektion gegenüber zeitgenössischer Musik in Verbindung mit den Ideen der Orgelbewegung kreierte er einen eigenen Orgeltypus. Nicht immer trafen die Vorstellungen seiner speziellen Klangdispositionen auf Verständnis. BORNEFELD bearbeitete ca. 200 Orgelneu- und Umbauprojekte, von denen ca. 91 nach seinen Plänen und unter seiner tätigen Mithilfe realisiert wurden.
Heute stehen 30 BORNEFELD-Orgeln in Baden-Württemberg im Originalzustand unter Denkmalschutz.

Im Jahre 1986 gründete er die „Heidenheimer Orgelstiftung“ und initiierte außerdem die Gründung des „Heidenheimer Fördervereins für Neue Musik“.

Am 11. Februar 1990 verstarb HELMUT BORNEFELD in Heidenheim.