Die Bornefeld-Orgel seit 1966 (heutiger Zustand)

Am 23. Juli 1964 beschloss nun der Kirchengemeinderat endgültig, von einem Neubau des Instrumentes abzusehen und lediglich den Umbau der Orgel mit Elektrifizierung der Trakturen, Erweiterung auf drei Manuale und Einbau eines neuen und modernen Spieltisches voranzutreiben. Die Dauer der gesamten Arbeiten wurde auf zwei Jahre festgesetzt.

Im März 1966 wurde vom Herstellerbetrieb LAUKHUFF aus Weikersheim der neue Spieltisch geliefert, so dass der Orgelumbau, der bis dato über ein Jahr ruhen musste, nun in Angriff genommen wurde.
Im April 1966 wurde die komplette Orgel abgebaut und in den Werkstätten der GEBRÜDER LINK an die neuen Gegebenheiten angepasst.

  • Die Kegel-Windladen wurden auseinander gesägt, teilweise ergänzt und neu platziert.
  • Ein elektrischer Spieltisch mit drei Manualen und Pedal wurde angeschlossen.
  • Die gesamte Spiel- und Registertraktur wurde elektrifiziert, d.h. die alte pneumatische Ansteuerung samt Spieltisch wurde entfernt und durch elektrische Spulenmagnete, Taster, Kontaktplättchen, Stromleiterbahnen auf Holz und hunderte Meter Kabel ersetzt.
  • Die Windversorgung wurde neu verlegt und zum Teil mit neuen Bälgen versehen.
  • Das Pfeifenwerk des bis dahin noch original erhaltenen ersten Manuals und des Pedals wurde teilweise ersetzt, teilweise wurden, um hohe Register zu gewinnen, Pfeifen abgeschnitten und anders zusammengruppiert.
  • Durch die Neuintonation wurde der Orgel der heute noch vorhandene neobarocke scharfe und helle Klang verpasst.

Das Werk hatte nun folgende Disposition:

 
I. Manual, Hauptwerk (C-g’’’) II. Manual, Oberwerk (C-g’’’)
Gedecktpommer 16’ Rohrpommer  8’
Principal    8’ Ital. Prinzipal  4’
Gemshorn  8’ Quinte  2 2/3’
Oktave   4’ Quarte 2f   1 1/3’+1’
Rauschharfe 2f  4’+2 2/3’ Terzzimbel 3f  1/3’
Nonenkornett 3f  2 2/3’ Trompete 16’
Waldflöte  2’ Trompete  8’
Mixtur 4-6f  1 1/3’’   
     

Manual III, Schwellwerk (C-g’’’):

 Pedal, (C-f’)

 

Rohrgedeckt  8’ Principalbass16’
Quintade  8’ Untersatz16’
Rohrflöte  4’ Quintbass10 2/3’
Rohrnasat  2 2/3’ Oktavbass  8’
Prinzipal  2’ Basszink 3f   5 1/3’
Hörnlein 2f  1 3/5’+1 1/7’ Flöte  4’
Gemsquinte  1 1/3’ Choralbass 3f  4’
Blockflöte  1’ Glöckleinton 2f   2’+1’
Scharf 5f  1’ Posaune16’
Kopftrompete  8’   
Messingschalmei  4’   
     

Die Wiedereinweihung erfolgte am 22. September 1966 mit einem festlichen Gottesdienst und einem Konzert mit KMD HELMUT BORNEFELD an der Orgel.
In seinem Abnahmegutachten schrieb er, dass „das musikalisch und optisch prächtige Werk deshalb der Gemeinde Langenau uneingeschränkt zur Abnahme empfohlen werden“ könne.


Nach der Kircheninnenrenovierung im Jahr 1986 reinigte die Werkstätte LINK das Instrument zum letzten Mal aus.