Weltgebetstag 2018 - “Gottes Schöpfung ist sehr gut”

Am 2. März feierten wir in der Christuskirche in Langenau den Gottesdienst zum Weltgebetstag.

Frauen aus Surinam haben die Liturgie unter dem Titel “Gottes Schöpfung ist sehr gut” zusammengestellt und uns auf eindrucksvolle Art ihr Land nähergebracht. Surinam ist das kleinste Land Südamerikas, aber auch eines der buntesten. Es hieß früher niederländisch Gyana und erlangte erst  1975 die Selbstständigkeit. Mit einer Fläche von rund 164.000 qkm ist es halb so groß wie Deutschland, jedoch leben nur 600.000 Einwohner in Surinam, davon die Hälfte an der Küste. Über 90 % des Landes besteht aus Regenwald, dessen Dörfer nur auf dem Wasserweg erreichbar sind. Durch das subtropische Klima ist eine große Artenvielfalt bei Flora und Fauna entstanden.
Von den niederländischen Kolonialherren wurden zuerst Sklaven aus Westafrika verschleppt, nach Abschaffung der Sklaverei Arbeiter aus Indien, China und Indonesien angeworben. Dadurch ist eine bunte Mischung an Ethnien, Sprachen,Religionen und Kulturen entstanden, die traditionell mit einer selbstverständlichen Toleranz zusammenleben.  
Im Gottesdienst wurden durch 7 Frauen eindrucksvoll die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und die großen wirtschaftlichen Probleme des Landes aufgezeigt. Als Lesung wählte das surinamische Weltgebetstagskomitee die Schöpfungserzählung aus dem Buch Genesis (1.Mose), die immer wieder durch den Liedruf  “Seht alles, was Gott gemacht hat, ist wunderbar” bekräftigt wurde. Durch den Blick in einen heilen Spiegel wurde verdeutlicht, dass wir alle Teil dieser Schöpfung sind. Der anschließende Blick in einen zerbrochenen Spiegel zeigte die Wunden des Landes auf, die verwüsteten Hügel, die abgeholzten Wälder und das durch Quecksilber vergiftete Wasser. Es wurde die Frage gestellt, wie jede und jeder von uns sich neu darauf einlassen kann, für die Erde und das Leben zu sorgen.
Die Trommelgruppe, die Gruppe “Querbeet” und Cornelia Mutschler-Hauff sorgten für die musikalische Umrahmung mit karibischem Flair.
An den Gottesdienst schloss sich ein gemütlicher Teil mit landestypischen Häppchen an.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diesen Gottesdienst vorbereitet und mitgestaltet und für das leibliche Wohl gesorgt haben.