Konfirmationen am 22. April

Konfirmation Leonhardskirche Gruppe I

Anhand der Umspringfigur „zwei Gesichter – oder ein Kelch?“ predigte Pfarrerin Martzy im Vorabendgottesdienst zur Konfirmation in der Leonhardskirche über die unauflösbare Zusammengehörigkeit von Glaube und Nächstenliebe. 
Die Konfirmanden präsentierten ihr Wissen über die Kernstücke des evangelischen Glaubens. Als Erinnerung an die eigene Taufe entzündeten die Konfirmanden ihre Taufkerzen, und die große Gemeinde feierte miteinander das Abendmahl. 
Kirchenmusikdirektor Friedrich Fröschle an der Orgel und die ökumenische Musikgruppe „Querbeet“ sowie drei Konfirmanden gestalteten den musikalischen Teil des Gottesdienstes. 

Die eine Hälfte der Konfirmandengruppe Leonhardskirche, 13 Jungen und Mädchen, wurden am Sonntag eingesegnet. Anhand der Geschichte „Der Segen meines Großvaters“ von der jüdischen Medizinprofessorin Rachel Naomi Remen legte Pfarrerin Martzy in ihrer Predigt dar: Wer gesegnet ist, lebt anders. Er hat eine Geborgenheit, die ihm auch in schweren Zeiten nicht genommen werden kann. „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein“ (1. Mose 12,2) ist das Versprechen, das Gott den Konfirmanden mit ihrer Konfirmation gibt und auf das sie sich zeitlebens verlassen können. 
Kirchengemeinderätin Dr. Ulrike Grabert überbrachte die Grüße des Kirchengemeinderats und überreichte den Neukonfirmierten symbolische Kletter-Karabinerhaken:  Nur gesichert macht es Sinn, einen Kletterfelsen oder eine Felswand zu erklimmen. Auf ihrem Lebensweg können die Jugendlichen sich in Gott „festmachen“. Der Glaube will ihnen Halt und Sicherheit geben.
Der Gospelchor unter der Leitung von Stefan Hund umrahmte den festlichen Gottesdienst; Kirchenmusikdirektor Friedrich Fröschle ließ die Orgel mit dem CONCERTO D von Antonio Vivaldi und dem FESTVAL FINALE vom Malcom Archer strahlen. 

Konfirmation Martinskirche Süd

Am Vorabend der Konfirmation der 23 Konfirmanden der Gruppe Martinskirche Süd fand um 19 Uhr der Abendmahlsgottesdienst statt. Die Strahlen der tief stehenden Abendsonne fielen durch die Westfenster der Martinskirche und tauchten den Chorraum in mildes Licht. Hier standen auf dem Taufstein die brennenden Taufkerzen der Konfirmanden, die sinnenfällig deutlich machten: Mit der Taufe beginnt der Weg der Christenmenschen, Taufe ist Gottes einmaliges und für immer gültiges Ja-Wort über uns. Das Abendmahl ist die Wegzehrung, von der wir uns immer wieder und immer neu stärken lassen können. In vier Gruppen empfingen die Konfirmanden mit ihren Familienangehörigen zusammen das Abendmahl. Die Liedstrophe „Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneiget“ griff noch einmal den Predigttext auf, die Geschichte von den Emmaus-Jüngern, und geleitete zugleich die Konfirmanden und ihre Familien in den Vorabend vor der dem großen Festtag hinein.

Am Sonntag Jubilate, 22. April, zogen die Konfirmanden feierlich in die Martinskirche ein. Mit Stücken aus dem Württembergischen Katechismus und mit selbst verfassten Texten erinnerten sie die ganze Festgemeinde an die wesentlichen Grundlagen des christlichen Glaubens evangelischer Prägung. In seiner Predigt führte Pfarrer Dr. Martin Hauff aus, dass die Konfirmanden auf ihrer Reise ins Erwachsenwerden dankbar die heutigen technischen Unterstützungen nützen können, entscheidend aber seien die Beziehungen, die durchs Leben tragen, die auch hineintragen ins Erwachsenwerden. Neben Familie und Freunden seien solche Beziehungen auch in der Kirchengemeinde zu finden, in der die Konfirmanden Platz haben und die sie aufnimmt. Und dann sei da die wichtigste Beziehung, die zu Gott, dessen Segen sie im Konfirmationsgottesdienst persönlich zugesprochen bekämen. Bei der Einsegnung wirkten die Kirchengemeinderäte Rainer Schmid und Ursula Frank-Lux mit, letztere richtete im Namen der Kirchengemeinde ein Grußwort an die Neukonfirmierten, in dem sie die tragende Kraft des Gottvertrauens betonte. Festliche Bläser- und Orgelmusik verliehen dem Gottesdienst musikalischen Glanz – auf der Empore wirkten der Posaunenchor unter Leitung von Michael Egetenmeyer und Kirchenmusiker Conrad Schütze an der Orgel teils abwechselnd, teils gemeinsam, so beim zu Herzen gehenden Schluss-Choral: „Nun danket alle Gott“.