7. Januar 2018 - Neujahrsempfang

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Martinskirche begann der Neujahrs-Empfangs-Sonntag.

Sonntag, 7. Januar 2018 - Neujahrsempfang

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Martinskirche begann der Neujahrs-Empfangs-Sonntag.
Die Bläser unter Leitung von Hans-Jörg Häge und Kantor Conrad Schütze an der Orgel hatten die musikalische Gestaltung übernommen, außerdem sangen die Bläser die neue Jahreslosung als Kanon. Pfarrerin Mechthild Martzy begrüßte die Festgemeinde und leitete die Liturgie. Pfarrerin Rebekka Herminghaus legte ihrer Predigt die neue Jahreslosung zugrunde: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21,6) Als Bewohner einer der quellenreichsten Städte Deutschlands seien den Langenauerinnen und Langenauern frisch sprudelnde Quellen bestens vertraut. In der Bibel werde Gott mit der Quelle frischen Wassers verglichen. Unsere Seelen dürsteten nach Gott, wie sich der Beter des 42. Psalms ausdrücke. Die Seele sei das Bedürftige im Menschen, das darauf angewiesen sei, von Gott gestärkt zu werden. Dazu aber brauche es die einsamen und gemeinschaftlichen Momente, in denen dem Wirken Gottes Raum gegeben werde. (Predigt hier nachzulesen)

Den anschließenden Neujahrsempfang im Großen Saal des Gemeindehauses eröffnete der Bläserkreis des Posaunenchors mit dem Stück „Fanfare Esprit“ von Douglas Court, im weiteren Verlauf trugen die Bläser noch „Lobe den Herrn, meine Seele“ (Albert Frey, arr. Christoph Georgii) und „Are you ready?“ (Richard Roblee) vor. Kirchengemeinderats-Vorsitzender Eugen Kreiß begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Kommunalpolitik, Vereinen und Schulen sowie alle Anwesenden.
Pfarrer Dr. Martin Hauff eröffnete seine Neujahrsrede mit der Nachricht aus dem Sommer, die Evangelische Kirche sei vom Verein Deutsche Sprache zum „Sprachpanscher des Jahres 2017“ gewählt worden, weil auffallend häufig in kirchlichen Programmen und Verlautbarungen vermeidbare Anglizismen oder Wortschwurbeleien zu beobachten seien, Luther selbst hingegen nach treffenden deutschen Wörtern gesucht habe. Dennoch habe es auch im Reformations-Jubiläumsjahr Sternstunden des Worts gegeben. Ein Bedürfnis der Menschen sei sichtbar geworden, sich der Person Martin Luthers in ihrer Vielschichtigkeit zu nähern und sich seiner originalen Sprachkraft auszusetzen. So habe man auch in Langenau bei der Aktion „Baden-Württemberg liest Luther“ mitgemacht und an drei Abenden Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ gelesen. Eine Schrift, die Menschen ihrer inneren Freiheit und Würde vergewissert und damit auch ihre Begabungen und Talente fördert; eine Schrift, die Menschen aus ihrem Wissen um Angenommen-Sein und Würde zur Übernahme von Verantwortung dem Nächsten und dem Gemeinwesen gegenüber animiere. Unter diesen beiden Blickwinkeln unternahm Pfarrer Hauff einen Streifzug durch die Aktivitäten von Kirchen und Schulen, Vereinen und Initiativen im zurückliegenden Jahr. Auch im neuen Jahr gelte es, unser Gemeinwesen und die Demokratie mitzugestalten, getrost und unverzagt. (Rede hier nachzulesen)
Gerne wurde die Gelegenheit von vielen Besucherinnen und Besuchern genutzt, nach dem offiziellen Teil noch rege ins Gespräch zu kommen. Ein großes Dankeschön dem Festausschuss und den weiteren Helferinnen und Helfern, die den Großen Saal einladend und gastlich hergerichtet hatten.

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Martinskirche begann der Neujahrs-Empfangs-Sonntag.