26. März bis 2. April: Karwoche und Ostern

-  von weiß nach schwarz nach weiß.

Die Passionsandachten von Montag bis Mittwoch der Karwoche (26.-28. März) in der Leonhardskirche führten die Teilnehmenden an den Leidensweg Jesu heran. Pfarrerin Mechthild Martzy stellte das „Hungertuch“ des haitianischen Künstlers Jacques Chéry in den Mittelpunkt der abendlichen Besinnungen.  

Es folgten drei gewichtige Stationen des Kirchenjahres in großer Dichte – das war von Gründonnerstag bis Ostermontag in unseren Kirchen zu erleben:

Gründonnerstag, der Tag mit weißen Paramenten mitten in der Karwoche - er wurde mit zwei unterschiedlichen Gottesdiensten gefeiert: In der Leonhardskirche als Familiengottesdienst mit Abendmahl unter Leitung von Vikarin Häfele, in der Martinskirche als Abendmahlsgottesdienst im Sitzkreis unter Leitung von Pfarrerin Herminghaus. Gründonnerstag – Tag der Stärkung des Vertrauens auf die rettende Hand Gottes, ehe dann der Schreckenstag der Kreuzigung Jesu anbricht.

Karfreitag, der Tag mit den schwarzen Paramenten, wurde in der Leonhardskirche musikalisch vom Posaunenchor unter Leitung von Michael Egetenmeyer und Markus Hauff an der Orgel gestaltet; Pfarrer Hauff machte in seiner Predigt zu einem Abschnitt aus Hebräer 9 deutlich, dass der Karfreitag zeige, wie sehr Gott uns wert achte, denn er setze sich nicht nur mit etwas oder viel, sondern mit dem Leben seines Sohnes für uns ein. In der Martinskirche führte Pfarrerin Herminghaus durch den Gottesdienst. Es waren der Kirchenchor und Conrad Schütze an der Orgel zu hören, und die Gemeinde wurde in den großen Spannungsbogen der Passionsgeschichte hineingenommen.

Dann wurden die Paramente noch einmal nach weiß gewechselt und die neuen Osterkerzen in Dienst genommen: am Ostersonntag. Er begann mit der Osternachts-Feier um 5.30 Uhr in der Martinskirche, die vom Frauentreff, Konfirmanden und Pfarrerin Herminghaus gestaltet wurde und in ein Osterfrühstück im Gemeindehaus einmündete, das Kirsten von Thun federführend vorbereitet hatte. Um 6.30 Uhr wurde in der Morgendämmerung auf dem Friedhof die Auferstehungsfeier gehalten, durch die der Posaunenchor unter Leitung von Hans-Jörg Häge und Pfarrer Hauff führten.

Im Mittelpunkt der Osterfestgottesdienste stand der Lobgesang der Hanna aus dem Alten Testament, die nach Erfahrungen von Demütigung und Kränkung, aber auch Gottes Hilfe eben diesem Gott ihren Lobgesang widmet, in dem sie ihn als den preist, der lebendig macht und von den Toten heraufführt. Pfarrerin Martzy und der Kirchenchor zeichneten für den Osterfestgottesdienst in der Leonhardskirche verantwortlich. In der Martinskirche waren der Posaunenchor unter Leitung von Hans-Jörg Häge, Markus Hauff an der Orgel und Pfarrer Hauff mit der Predigt zu hören. Nach dem Gottesdienst machte sich der Posaunenchor zum Langenauer Gesundheitszentrum auf, um auch dorthin die musikalische Osterbotschaft zu tragen.

Am Ostermontag schloss die Evangelische Messe mit Pfarrerin Herminghaus in der Martinskirche diese besondere Zeit noch einmal auf festliche Weise ab.