25. Februar 2018 - „Highly explosive“

„Hochexplosiv“, das war das Motto des Jugendgottesdienstes

am Sonntagabend in der Martinskirche.
Im Zentrum stand ein Anspiel von Jugendmitarbeitenden, das die Geschichte von Paulus und Silas vergegenwärtigte. Auf ihrer Missionsreise nach Europa waren sie in der Stadt Philippi von einer Frau verfolgt worden, die ihnen ständig nachrief: „Diese Menschen sind Knechte des allerhöchsten Gottes, die euch den Weg zum Heil verkündigen!“ Als die beiden die Frau, eine Sklavin, von ihrer Zwanghaftigkeit befreit hatten, bekamen sie Ärger mit deren Besitzern und landeten schlussendlich im Gefängnis, wurden angekettet im finstersten Loch. Sie können sich nicht selber befreien, nicht selber herauslösen aus ihren Ketten, aber erfahren die befreiende Retter- und Erlösermacht Jesu.
Neben äußerer Unfreiheit gibt es aber auch innere Unfreiheit – Ängste, Ruhelosigkeit, Undankbarkeit, krampfhafte Selbstbezogenheit, Überforderungs-Gefühle, die sich wie Ketten um uns legen. Solche innere Unfreiheit durchbricht Jesus Christus mit seinem tröstenden und aufbauenden Wort. Es gibt Worte in der Bibel und Liedstrophen, die Jesus tatsächlich als Sprengmeister besingen, der – highly explosive, hochexplosiv – innere Ketten sprengt, uns aus Ketten löst, weshalb ihn die Christen auch den Erlöser nennen.

Die Jugendlichen hatten Gelegenheit, solche inneren Stressoren, die sich wie Ketten um die Seele legen, zu notieren. Alle Zettel wurden in den Hohlraum eines großen, 3D-gedruckten Kettengliedes gestopft und das Kettenglied verschlossen. Draußen vor der Kirche, in der klirrenden Kälte, wurde das Kettenglied in einen Feuertopf geworfen, wo es explodierte.
Lieder, von der Band begleitet, und Gebetsbitten, die über ein eigens installiertes WLAN-Netz über die Smartphones auf die Leinwand projiziert werden konnten, rundeten den Gottesdienst ab.
Bei Pizzaschnitten, wegen des Frostes diesmal in der Kirche, klang ein eindrucksvoller und stimmiger Jugendgottesdienst aus.