24.-26. Dezember 2017: Gottesdienste über die Weihnachtsfeiertage

"Können wir Weihnachten feiern in einer Welt, in der so vieles „zum Himmel stinkt“?"

Dieses Jahr war eines der seltenen, in denen 4. Advent und Heilig Abend zusammenfielen. Die Kirchengemeinde wollte den 4. Advent nicht einfach ausfallen lassen und lud deshalb zum 4.Advents-Gottesdienst am 24.12. um 10.00 Uhr in die Leonhardskirche ein. Es war ein sehr gut besuchter Vormittags-Gottesdienst, in dem die Adventslieder noch einmal erklangen und Pfarrerin Rebekka Herminghaus in ihrer Predigt das Kommen Jesu Christi als Gottes großes „Ja“ zur Welt und zu jedem einzelnen Menschen auslegte.
Um 15.30 Uhr musizierten die Bläser des Posaunenchors im Sonnenhof, eine halbe Stunde später begann das eindrückliche Krippenspiel der Kinderkirche in der Martinskirche.

Können wir Weihnachten feiern in einer Welt, in der so vieles „zum Himmel stinkt“?
Die Kinder des Krippenspiels im Familiengottesdienst in der Martinskirche führen uns vor Augen: Das ist damals, zur Zeit, als Jesus geboren wird, ganz genauso. Doch als die Hirten und die Könige an der Krippe angekommen sind, stellen sie alle gemeinsam fest: „Es riecht himmlisch!“ – wie schon der Titel unseres diesjährigen Krippenspiels verrät.  
Jesus ist in unsere ganz reale, oft so schlimme Welt hineingeboren worden, damit sich gerade die, denen zu Recht so vieles „stinkt“, darauf verlassen können, dass Gott bei ihnen ist! So Pfarrerin Martzy in ihrer Predigt.

Dicht gedrängt saß und stand man zum Christvesper-Gottesdienst um 18.00 Uhr in der Leonhardskirche. Die musikalische Gestaltung lag in Händen von Kirchenmusiker Conrad Schütze an der Orgel und vom Posaunenchor Langenau unter Leitung von Hans-Jörg Häge. Pfarrerin Mechthild Martzy stellte in den Mittelpunkt ihrer Predigt das Jesaja-Wort: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht… uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben…“ und brachte es ins Gespräch mit einem Bild des Künstlers Jörgen Habdank, das alle Gottesdienst-Besucherinnen und Besucher mit nach Hause nehmen konnten.

Gut besucht waren auch die beiden Christnacht-Gottesdienste um 20.00 Uhr und um 22.00 Uhr in der Martinskirche. Im Zentrum stand die Verheißung Jesajas, eine Jungfrau werde einen Sohn gebären, dem sie den Namen „Immanuel“ (d.h. Gott mit uns) geben werde (Jesaja 7,14). Gottes Mit-Sein mit der Menschheit habe in Jesus eine neue und endgültige Gestalt gefunden, deshalb sei er der verheißene Immanuel, so Pfarrer Martin Hauff in seiner Christnachts-Predigt, und weiter: Auf Gottes Mit-Sein in Christus verwiesen in diesen Weihnachtstagen die weihnachtlichen Zeichen der Lichter und Kerzen. Musikalisch gestaltete Kirchenmusiker Conrad Schütze die Gottesdienste und nutzte die vielen Klangmöglichkeiten der Orgel von zarten Hirtenmusik-Tönen bis zu kräftigem Weihnachtsjubel; im ersten Christnachts-Gottesdienst war Trompeter Jochen Lutsch mit von der Partie.

Dr. Matthias Grabert, Dr. Andreas Heinrich und Klaus Junginger hatten auch in diesem Jahr dafür gesorgt, dass ein Krippenbild mit Weihnachtsbotschaft an den Martinskirchturm projiziert wurde; ab Silvester bis zum Neujahrsempfang wird die neue Jahreslosung 2018 zu sehen sein.

Am Christfest, 25.12., erklangen ab kurz vor 9.00 Uhr Weihnachts-Choräle vom Martinskirchturm. Eine Gruppe von Bläsern hatte in der Frühe dieses Festtags den Aufstieg auf den Turm unternommen. Die  Bläser des Posaunenechors unter Leitung von Hans-Jörg Häge gestalteten dann auch zusammen mit Markus Hauff an der Orgel den musikalischen Teil des Christfest-Gottesdienstes um 10.00 Uhr in der Martinskirche; Pfarrerin Rebekka Herminghaus predigte über den Festtags-Text aus dem 1. Johannesbrief von der Herrlichkeit der Gotteskindschaft. Im Anschluss wurde das Heilige Abendmahl gefeiert. Die Bläser zogen derweil weiter zum Langenauer Gesundheitszentrum und überbrachten dort ihre musikalische Weihnachtsbotschaft.

Um 9.30 Uhr in der Leonhardskirche bereicherte der Kirchenchor unter Leitung von Conrad Schütze den Festgottesdienst mit den drei Chorsätzen: Frohlocket, ihr Völker der Erde; O Bethlehem, du kleine Stadt; und: Zu Bethlehem geboren. Pfarrer Martin Hauff legte ebenfalls den Abschnitt aus 1. Johannes 3 aus und betonte: „Weihnachten macht unsere Würde als Kinder Gottes wieder neu sichtbar. Wir gehören mit hinein in die Weihnachtsgeschichte.“ Auch in der Leonhardskirche wurde im Anschluss das Abendmahl gefeiert
Am zweiten Weihnachtsfeiertag wurde um 10.00 Uhr in der Martinskirche Gottesdienst gefeiert, den Pfarrerin Mechthild Martzy leitete.
Ihren Höhepunkt und festlichen Abschluss fanden die Weihnachtstage am Abend des zweiten Feiertags um 19.00 Uhr, als sich noch einmal zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer auf den Weg zur Martinskirche machten. In einem festlichen Konzert erklang Musik für Orgel und zwei Trompeten: Conrad Schütze an der Orgel, Thomas Seitz und sein Meister-Schüler Clemens Garmatter mit den Trompeten spielten u.a. weihnachtliche Melodien von Henry Purcell, Antonio Vivaldi und Wilhelm Rudnick und einige Sätze für Orgel und Trompete von Helga Schauerte-Maubouet.