1. Oktober 2017 - Erntedankfest

Erntedankfest in Langenau

Um 10 Uhr feierten zahlreiche Besucher den Erntedankfestgottesdienst in der Martinskirche. Posaunenchor und „Heilig’s Blechle“ (Leitung: Michael Egetenmeyer) teilten sich mit unserem Kirchenchor und Kantor Conrad Schütze an der Orgel die schöne Aufgabe, dem Fest musikalischen Glanz zu verleihen. Die Landfrauen hatten Kirche und Altar mit Erntegaben geschmückt und sprachen auch die Fürbitten. In ihrer Predigt zu Jesaja 58 erinnerte Pfarrerin Herminghaus an das Ende der letzten großen Hungersnot in Mitteleuropa vor 200 Jahren. Im Herbst 1817 konnte nach dem „Jahr ohne Sommer“ (1816) zum ersten Mal wieder Brot gebacken werden. Es sei bis heute nie selbstverständlich, sich sattessen zu können, sondern immer ein Grund, Gott dankbar zu sein. Das Staunen über die Fülle der Gaben, die uns zum Leben geschenkt sind, öffne die Herzen und Hände: „Wer reich erntet, kann reichlich geben. Und wer reichlich gibt, ist reich.“

Viel los war auch beim Familien-Mitmachgottesdienst in der Leonhardskirche. Vor dem wunderschön und reich geschmückten Erntealtar stellten Kinder und Erwachsene zur Lesung der Geschichte von der „Speisung der 5000“ dar, wie es Jesus gelingt, mit nur fünf Broten und zwei Fischen eine große Menschenmenge satt zu kriegen. Das Stegreifspiel war von den Mitarbeitenden der Kinderkirche vorbereitet worden.
„Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt“ lautete das Fazit. Das gleichnamige Lied wurde, begleitet von der ökumenischen Musikgruppe „Querbeet“, von allen fröhlich gesungen und von Pfarrerin Martzy in ihrer Predigt über Markus 6,35-44 noch einmal aufgegriffen. Lesung und Fürbitten übernahmen Konfirmanden der Leonhardskirche; an der Orgel spielte Johannes Weber.

Das Opfer beider Gottesdienste kommt Menschen im Sudan und im Südsudan zugute. Der Bau von Brunnen und Schulen setzt bei den Fluchtursachen an und gibt den Menschen Hoffnung.

In Wettingen fand im Anschluss an den Erntedank-Gottesdienst das traditionelle Gemeinde-Mittagessen im „Rössle“ statt. Die Kollekte im Gottesdienst wurde für „Brot für die Welt“ gegeben.

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