8.-13. Juni 2019 - Waldenserreise

Alle Teilnehmer waren sich einig: Das war eine wunderschöne, interessante Reise!

Am Samstag, 08.06.2019 starteten 38 Teilnehmer trotz sehr früher Stunde gutgelaunt ins Piemont. In Zillis wurde uns bei der Führung in der Kirche St. Martin die beeindruckende Bilderdecke mit 153 Bildtafeln aus dem 12. Jahrhundert anschaulich erläutert. Am Abend erreichten wir unser Ziel, die Foresteria Valdese, das Gästehaus der waldensischen Kirche in Torre Pellice, wo wir sehr gut untergebracht waren.
Am Pfingstsonntag nahmen wir im Tempio Valdese am Gottesdienst mit Abendmahl (alles in italienischer Sprache) teil. In den Kirchen gibt es immer einen mit roter Jacke, roter Handtasche und roten Schuhen belegten Platz im Andenken an die von ihren Familien ermordeten Frauen. Am Nachmittag besuchten wir das Waldensermuseum und das Collegio Valdese (Gymnasium). Abends kam das württembergische Pfarrer-Ehepaar Mirella Abate-Leibbrand (Waldenserin, in Torre Pellice geboren) und Gunther Leibbrand zu uns um unsere vielen Fragen zu den Waldensern zu beantworten.
Am Pfingstmontag, der in Italien kein Feiertag ist, machten wir einen Ausflug ins Angrognatal. Wir sahen in Chanforan die Säule, die zur Erinnerung an den Anschluss der Waldenser an die Reformation aufgestellt worden war, eine der Beckwithschulen und die Höhlenkirche. Danach hatten wir in der Kirche von Pradeltorno unseren Pfingstgottesdienst. Anschließend konnte noch die Barbenschule, in der im Winter die Prediger der Waldenser ausgebildet wurden, sowie der Friedhof besichtigt werden. Leider regnete es immer wieder etwas. Am Abend zeigte uns die Diakonin Karola Stobäus die Casa Valdese, das Synodengebäude der Waldenser und gab uns viele Informationen zur Arbeitsweise der waldensischen Kirche.
Am Dienstag ging es ins Chisione- und Germanascatal. In Prali besichtigten wir das Museum in der alten Kirche und, schauten uns die neue Kirche an. Anschließend besuchten wir das ökumenische Begegnungszentrum Agape und kehrten in der Nähe zu einem zünftigen, mehrgängigen Mittagessen  auf einem Bauernhof ein. Auf dem Rückweg zur Foresteria machten wir in Pomaretto bei der Likörfabrik Bernard Halt. Nach Erläuterungen zur Likörherstellung und einer Verkostung der verschiedenen Liköre konnte noch eingekauft werden.
Am Mittwoch starteten wir gen Süden. Mit unserer Reiseleiterin Cristina besichtigten wir bei herrlichem Sommerwetter das Zisterzienzerkloster Staffarda sowie die Städte Saluzzo und Dronero.
Jeden Abend wurden wir in der Foresteria köstlich bewirtet. So fiel uns der Abschied am Donnerstag nicht ganz leicht. Gegen Abend erreichten wir nach langer Fahrt mit einigen Pausen und einem gemeinsamen Abendessen wohlbehalten und mit vielen schönen Eindrücken Langenau.
Alle Teilnehmer waren sich einig: Das war eine wunderschöne, interessante Reise!