29. und 30. Juni 2019 - Heißes Turmfest

Bei hochsommerlichen Temperaturen fand das 15. Turmfest rund um den Martinskirchturm statt.

Der Festausschuss und viele freiwillige Helferinnen und Helfer hatten den Platz hinter dem Gemeindehaus, die Lutherecke, einladend hergerichtet.
Um 18.45 Uhr war im Zelt auf dem vorderen Kirchplatz mit dem traditionellen Fassanstich durch Bürgermeister Salemi und Pfarrer Hauff das Turmfest offiziell eröffnet worden.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten den warmen Abend und die laue Nacht, um in der Lutherecke das Speisen- und Getränkeangebot zu genießen und ins Gespräch zu kommen.
Bei zwei gut besuchten Kinder-Führungen um 20.00 Uhr und 21.00 Uhr und bei der Nachtschwärmer-Führung um 22.30 Uhr wurde der Martinskirchturm gemeinsam bestiegen. Auf den einzelnen Ebenen gab es interessante Einblicke in die Geschichte des Turms.
Trotz für viele kurzer Nacht war der ökumenische Gottesdienst zum Turmfest am Sonntag, 30. Juni, um 10.00 Uhr in der Martinskirche sehr gut besucht – und Ausdruck des gelebten guten Miteinanders in der Stadt.
Die musikalischen Parts übernahmen die Stadtkapelle unter Leitung von Patrick Wurzinger, der gemischte Chor des Liederkranzes unter Leitung von Eva-Maria Nickl und der Chor da Capo des Liederkranzes unter Leitung von Brigitte Ott; an der Orgel waren Heinz Estler und Conrad Schütze zu hören. Mitglieder des Ökumene-Ausschusses und Pfarrer Stoll von der katholischen Kirchengemeinde teilten sich Lesungen und Fürbitte.
In seiner Festpredigt ging Pfarrer Hauff auf die Entstehungsgeschichte des Turmfests ein, nämlich den Dank für die gelungene Sanierung des akut einsturzgefährdeten Martinskirchturms und die Feier seines 500-Jahr-Jubiläums. Kurz vor Abbau des Gerüsts um den Martinskirchturm habe man entschieden, auf Spendenbasis eine neue, sechste Glocke mit tiefem, lang nachklingendem Ton anzuschaffen. Die Spenden seien binnen 14 Tagen zusammengekommen, als Inschrift habe die Glocke u.a. erhalten: „Frieden in Gerechtigkeit (Psalm 85,11).“ „Gerechtigkeit und Friede küssen sich“ – so der genaue Wortlaut in Psalm 85 – das ist eine biblische Vision, die Kraft und Mut freisetzt und in Bewegung setzt zu Schritten auf dem Weg des Friedens und der Gerechtigkeit, betonte Pfarrer Hauff.
Das Opfer wurde für die sozialdiakonische Arbeit des Diakonieladens erbeten und erbrachte 968,51 € - herzlichen Dank allen Geberinnen und Gebern.

Parallel dazu wurde im Gemeindehaus ökumenischer Kindergottesdienst gefeiert – „Du bist gesegnet“, lautete das Motto.

Wie die Großen, so die Kleinen: auch die Kinderkirche wurde beim Turmfest ökumenisch gefeiert.
Im Erzähltheater wurde vorgeführt, wie Jesus die Kinder segnet.
Die Jünger hätten gern eine Grenze um Jesus gezogen: Er ist doch nur für die Erwachsenen da! Doch Jesus widerspricht heftig: Im Reich Gottes können Kinder Vorbilder für Erwachsene sein.
Die Kinder durften die Mauer aus Kartons abbauen: Alle Grenzen, die Menschen errichten, fallen bei Jesus weg. Alle Menschen, die Jesus segnet, sind miteinander verbunden.

Auch du bist ein Kind Gottes; du bist gesegnet!
Als Erinnerung daran durfte jedes Kind ein Segensarmband mit nach Hause nehmen.

Anschließend nahm das Turmfest seinen Fortgang – viele kamen in die Luther-Ecke, zum Stand der WEGE-AK im Robert-Bosch-Gymnasium oder zur Kirchenführung am Nachmittag in die Martinskirche.

Vielen Dank an alle unsere Gäste, die uns besucht haben, und vielen Dank allen Helferinnen und Helfern, die sich an diesen beiden heißen Tagen mit ganzer Kraft in der Luther-Ecke eingebracht und so zum Gelingen des 15. Turmfests beigetragen haben.