Aktuelles

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Freitag, 15. Dezember 2017:
Losungstext:
Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden.
Jesaja 54,4
Lehrtext:
Durch den Glauben verließ Mose Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
Hebräer 11,27

 

DEZEMBER 2017

Aus dem Kirchengemeinderat

Der Kirchengemeinderat hat in seiner Sitzung am 7.12.2017 u. a. folgendes beraten und beschlossen:

  1. Der KGR blickt zurück auf den Buß- und Bettags-Gottesdienst in der Christuskirche der EMK und bewertet diesen als inhaltlich stimmig und gut besucht.
  2. Der KGR diskutiert den geplanten stufenlosen Umbau des GH und reflektiert die Informationsveranstaltung zu diesem Thema am 4.12.2017 durch Herrn Architekt Horn. Mit Baubeginn im Januar 2018 werden alle Gruppen und Kreise über die dann eingeschränkte Nutzung der Räumlichkeiten informiert. Als Ausweichmöglichkeit steht das Helferhaus zur Verfügung, die Vermietung dessen Räumlichkeiten wird eingeschränkt bzw. ausgesetzt.
  3. Der KGR trifft letzte Absprachen zum Aufstellen der Christbäume in beiden Kirchen und dankt der Familie Christian und Ute Häge herzlich für die zur Verfügung gestellten Weihnachtsbäume.
  4. Der Kirchengemeinderat wird sich in einer der nächsten Sitzungen mit der in der Herbst-Tagung der Landessynode geführten Debatte um die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare auseinandersetzen.
  5. Pfarrerin Herminghaus gibt die Bitte des Diakonieladens weiter, um zusätzliche ehrenamtliche Mitarbeiter/innen zu werben. Der Diakonieladen bietet weit mehr als gebrauchte Kleidung zu günstigen Preisen. Er erfüllt darüber hinaus wichtige sozial-diakonische Aufgaben für Langenau und Umgebung.

Montag, 4. Dezember 2017 - Informations-Abend zum Aufzugs-Projekt

Rund 35 Interessierte nahmen die Gelegenheit wahr, Informationen aus erster Hand zum gegenwärtigen Genehmigungs- und Planungsstand des Aufzugs-Projekts im Gemeindehaus zu bekommen.
Pfarrer Dr. Martin Hauff betonte eingangs, dass seit Abschluss des Orgelprojekts die Überlegungen forciert worden seien, die Zugangssituation zum Großen Saal unseres 1959 fertiggestellten Gemeindehauses durch den Einbau eines Aufzugs deutlich zu verbessern. Da Umbauten und Instandsetzungen an Gemeindehäusern vom Kirchenbezirk und von der Landeskirche zu insgesamt 35% bezuschusst werden, habe die Bau- und Gemeinde-Aufsicht des Oberkirchenrats ein waches Auge auf all diese Projekte in der Landeskirche. Das habe viel Abstimmungsbedarf zwischen Architekt, Gemeinde vor Ort und dem Oberkirchenrat zur Folge.
Architekt Paul Horn von der „architekturwerkstatt“ führte der Versammlung die architektonische Qualität und die im Kern gute Substanz des Gemeindehauses vor Augen, ebenso auch die bisher schon getätigten Investitionen, etwa ins Gemeindebüro. Daher sei es aus architektonischer Sicht absolut stimmig, das Haus nicht abzureißen und durch einen (deutlich kleineren) Zweckbau zu ersetzen, sondern das bestehende, stadtbildprägende Gebäude behutsam weiterzuentwickeln.
Anhand der Baupläne zeigte Architekt Horn die geplante Platzierung des Aufzugs im Inneren des Gebäudes. Alle vier Geschossebenen sollen angefahren werden können. Im Untergeschoss lässt sich ein rollstuhlgerechtes WC einbauen, daneben ein Tisch- und Stuhllager. Der dadurch entfallende kleine Jugendraum (derzeit v.a. von den Mutter-Kind-Gruppen und den Bläsern benutzt) soll durch einen abtrennbaren Raum auf der Empore kompensiert werden. Die unfallträchtige Stufenanlage auf der schmalen Empore soll entfernt werden, wodurch eine Ebene entsteht. Die Feuchtigkeit an den Wänden der unteren Küche soll beseitigt werden. Am Dach werden, soweit nötig, Ausbesserungsarbeiten vorgenommen. Der Außenputz wird komplett erneuert. Das Areal direkt vor dem Haupteingang soll im Einvernehmen mit der Stadt so weit angehoben werden, dass keine Stufe mehr zu überwinden ist. Eine kleine Rampenanlage soll Menschen mit Rollator bzw. Rollstuhl den selbständigen Zugang zum Gemeindebüro erleichtern.
Herrn Horns Ausführungen schloss sich eine engagierte Rückfragerunde an, an der sich die Besucher ebenso wie die Mitglieder des Bauausschusses rege beteiligten.
Conrad Schütze in seiner Funktion als Kirchenpfleger erläuterte die Finanzen. 65% der Gesamtsumme von 650.000,- €, nämlich 422.500,- €, ist von der Gemeinde zu erbringen. Derzeit sind bereits fast 190.000,- € durch Opfer, Spenden und den Langenauer Beitrag eingegangen. Je höher der Anteil an Spendenmitteln ist und je weniger aus den Rücklagen entnommen werden muss, umso weniger stark steigt die vorgeschriebene jährliche „Substanz-Erhaltungs-Rücklage“ fürs Gemeindehaus. Conrad Schütze dankte allen, die sich schon bisher mit Spenden engagiert hatten, und bat um weitere Unterstützung des Projekts.

weitere Informationene finden Sie unter Projekte -->Aufzugsprojekt

 

NOVEMBER 2017

Aus dem Kirchengemeinderat

Der Kirchengemeinderat hat in seiner Sitzung am 8.11.2017 u. a. folgendes beraten und beschlossen:

  1. Der KGR legt das Opfer für die Weltmission 2018 zu gleichen Teilen für drei Projekte in Afrika fest, mit denen in Mauretanien der Gemüseanbau gefördert wird, im Tschad junge Bauern und Bäuerinnen im Rahmen einer landwirtschaftlichen Grundausbildung weitergebildet und in Nigeria der Wiederaufbau eines im Bürgerkrieg zerstörten landwirtschaftlichen Projektes unterstützt werden.
  2. Der KGR diskutiert die Planungen und den Personaleinsatz für die Gottesdienste und Veranstaltungen in den Kirchen und Räumlichkeiten der Kirchengemeinde für die Advents- und Weihnachtszeit sowie für den Jahreswechsel. Der Neujahrsempfang findet am 7. Januar 2018 im Gemeindehaus statt.
  3. Pfr. Dr. Hauff legt die Terminübersicht für 2018 vor und informiert über den derzeitigen Stand für den Umbau des Gemeindehauses für einen stufenlosen Zugang des bestehenden Gebäudes und seiner Einrichtungen.
    Eine ausführliche Information für alle Interessierten über den Stand und die geplanten Vorhaben ist für Montag, 4.12.2017, 19.00 Uhr, im Gemeindehaus vorgesehen.
  4. Nach Vorlage der modifizierten Tagesordnung für die Kirchengemeinderatstagung 2018 diskutiert der KGR Inhalt und angedachte Zeitansätze. Schwerpunktthemen werden sein die Problematik der Kirchenaustritte und Fragen der Liturgie in unseren Gottesdiensten.

10. November 2017 - Neuzugezogenen-Treffen

Sowohl Familien mit Kindern als auch Seniorinnen und Senioren waren der Einladung zum Neuzugezogenen-Treffen ins Helferhaus gefolgt.
Mitglieder des Kirchengemeinderats hatten den Großen Saal einladend hergerichtet. In einer ansprechenden und informativen Präsentation stellte Kirchengemeinderätin Christiane Schulz Kirchen und Gemeindehäuser, Pfarrerinnen und Pfarrer, Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäte unserer Gemeinde vor und unternahm einen Streifzug durch das Kirchenjahr mit all seinen Festen und Aktivitäten. Anschließend war Raum zum gegenseitigen Kennenlernen und Vertiefen von Informationen.
„Wir fanden es sehr schön, von der Kirchengemeinde zu einem persönlichen Kennenlernen eingeladen worden zu sein“, wurde mehrfach beim Verabschieden geäußert.

 

OKTOBER 2017

REFORMATIONSFEST IN LANGENAU

Einmalig bundesweit, zum 500. Jahrestag der Reformation, war der 31. Oktober ein gesetzlicher Feiertag. Aus diesem Anlass wurden Festgottesdienste gefeiert und gab es gehaltvolle Kirchenmusik.

29. Oktober 2017 - Luther-Fest in der Kinderkirche



Mit einem Anspiel zu Martin Luther,
einer Schatzsuche,
verschiedenen Spielen,
gemeinsamem Hefezopf-Essen
und einem Tanz zu „Ein feste Burg ist unser Gott“


eröffnete die Kinderkirche am 29. Oktober den Reigen der Gottesdienste zum 500jährigen Reformationsjubiläum in unserer Kirchengemeinde.

31. Oktober 2017 - Reformationstag

Im Gottesdienst um 9 Uhr in der Leonhardskirche standen Lieder Martin Luthers im Mittelpunkt. Der Kirchenchor unter der Leitung von Conrad Schütze sang „Nun freut euch lieben Christen gmein“ und „Ein feste Burg ist unser Gott“.
In ihrer Predigt über dieses wohl bekannteste aller Luther-Lieder gab Pfarrerin Martzy einen kurzen Abriss, wie das Lied im Laufe der Geschichte verändert und auch missbraucht wurde. Doch das Wort Gottes, das für Luther zur schützenden Burg wurde, hat bis heute nichts von seiner Wirkmächtigkeit verloren, und der Aussage der Reformationsbeauftragten Margot Käßmann können wir uns nur anschließen: Heute rührt mich besonders an, dass Luther dichtet: „Und wenn die Welt voll Teufel wär´“, Manchmal scheint es uns so, als ob das Böse, der Teufel, die Macht hat. Aber es scheint nur, als wäre es so. Die Wahrheit für den glaubenden Menschen lautet: Jesus Christus, das eine Wort Gottes, steht dieser vermeintlichen weltlichen Macht entgegen. Das ist Trost. In schwerer Zeit besonders.

In der Martinskirche wirkten um 10.00 Uhr Pfarrerin Rebekka Herminghaus und der Chor der Langenauer Partnerstadt Bridgend (Süd-Wales) zusammen. Pfarrerin Herminghaus erinnerte an die 95 Thesen Martin Luthers, die diesem Tag sein Gewicht gaben, was inzwischen gut bekannt sei. Deshalb könnten wir nun im Gottesdienst das tun, was Luther und den Reformatoren ein Herzensanliegen war: auf den biblischen Text hören. Zentrum des Predigttextes aus Matthäus 10 war Jesu Aufruf, ihn vor den Menschen zu bekennen. Gerade in der modernen Welt, die einerseits von religiöser Indifferenz, andererseits vom Aufeinandertreffen verschiedener Religionen gekennzeichnet sei, sei es entscheidend, den eigenen Glauben zu artikulieren, sich der eigenen christlichen Tradition bewusst zu sein und damit in den Dialog mit anderen zu treten. Pfarrerin Herminghaus ermutigte die Gottesdienst-Besucherinnen und Besucher, dass auch bescheidene Worte, aber genauso ein Handeln aus Jesu Geist der Nächstenliebe heraus Bekenntnisse zu Jesus Christus sind.

Festgeläut und Choralblasen

Bei schönstem Feiertagswetter hatte sich am Nachmittag auf dem Kirchplatz eine große Menschenmenge eingefunden. Von 15.07 Uhr bis 15.15 Uhr ertönte volles Geläut vom Martinskirchturm (1507 wurde Luther in Erfurt zum Priester geweiht; 1515 endete Luthers erste Psalmenvorlesung und begann er mit der für die Reformation so entscheidenden Römerbriefvorlesung). Pünktlich um 15.17 Uhr spielten die Bläserinnen und Bläser des Posauenchors Langenau den Luther-Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ und weitere Reformationslieder – einem Aufruf des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland (EPiD) folgend bliesen zeitgleich um 15.17 Uhr 1.517 Posaunenchöre den Lutherchoral und gaben damit diesem besonderen Feiertag einen kraftvollen musikalischen Akzent.

Churchnight

Während abends in der Langenauer Martinskirche die Bläsernacht stattfand, begleiteten Pfarrerin Herminghaus und Pfarrerin Martzy Konfirmandinnen und Konfirmanden aus allen drei Gruppen zur „Church Night“ in Bernstadt.
„Ich bin so frei“, lautete das Thema des Gottesdienstes, der nachmittags zusammen mit den Jugendlichen in verschiedenen kreativen Workshops vorbereitet worden war. Er wurde gestaltet von Mitarbeitern des Evangelischen Jugendwerks und Jugendpfarrerin Holm; die musikalische Begleitung übernahm die Langenauer Band unter Leitung von Joe Weber.  
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es alkoholfreien Punsch und eine Fackelwanderung zur Kirche in Hörvelsingen, wo Pfarrer Johannes Hartmann mit Worten Martin Luthers den Abschluss machte.

Bläsernacht

Am Abend um 20.00 Uhr fand die 6. Langenauer Bläsernacht in der Martinskirche statt. Die musikalischen Parts stammten u.a. aus der Feder von Michael Schütz, Friedrich Veil und Christian Sprenger und wurden von vier Chören dargeboten: dem Posaunenchor Göttingen/Albeck, dem BezirksBläserKreis des Dekanats, dem Blechbläserensemble „classic brass“ und dem Ev. Posaunenchor Langenau unter der Gesamtleitung von Hans-Jörg Häge.
Die Lesungen von Pfarrer Dr. Martin Hauff standen unter dem Thema „500 Jahre Reformation - auch in Langenau“ und gingen auf markante Begebenheiten der vergangenen fünf Jahrhunderte ein, die die Reformation in Langenau prägten. Zu den einzelnen Abschnitten (Luther predigt vor der jungen Theologen-Generation Süddeutschlands in Heidelberg - die Einführung der Reformation in Ulm und in Langenau - der Langenauer Abendmahlstreit - die heutige Ökumene) wurde die Gemeinde mit den passenden Liedern in das Programm einbezogen.  Rund 2.600,- € wurden am Ausgang für die kirchenmusikalische Arbeit der kleinen evangelischen Gemeinde in Córdoba in Argentinien gegeben, in der Markus Hauff im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres 2015/16 mitgelebt hatte.     
Im Anschluss konnten die Besucher untereinander und mit den Musikern bei einem Ständerling ins Gespräch kommen.

Luther-Messe

Am darauffolgenden Feiertag Allerheiligen, 1. November, lud der katholische Kirchenchor unter Leitung von Chordirektorin Ulrike Blessing zu einer Luther-Messe im Rahmen des Feiertags-Gottesdienstes in der Kirche Mater-Dolorosa um 10.30 Uhr ein  -ein schönes Zeichen ökumenischen Miteinanders.

Aus dem Kirchengemeinderat

Der Kirchengemeinderat hat in seiner Sitzung am 11.10.2017 u. a. folgendes beraten und beschlossen:

  1. Der Kirchengemeinderat informiert sich über den Fortgang der Präventions-Maßnahmen im Rahmen der „Achtsamen Kirche“, über die Möglichkeiten zum Schutz der Persönlichkeitsrechte bei Bildveröffentlichungen auf der Homepage der Kirchengemeinde sowie über den Stand der Nachbarschaftshilfe in unserer Stadt.
  2. Eugen Kreiß berichtet vom Distrikts-Treffen der KGR-Vorsitzenden und PfarrerInnen am 28.9.2017, bei dem die geplanten Maßnahmen zur Umsetzung des Pfarrplans 2024 erläutert und diskutiert wurden. Langenau wird 2024 eine Pfarrstelle verlieren. Die seelsorgliche Begleitung der Gemeindeglieder wird dann von den verbleibenden zwei Pfarrstellen übernommen.
  3. Der KGR berät und unterstützt grundsätzlich die im Ökumene-Ausschuss angedachte Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt an den Ortseingängen Gottesdienst-Hinweisschilder anzubringen.
  4. Die sich derzeit häufenden Kirchenaustritte sind Anlass, sich mit möglichen Gründen, den Faktoren und Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Was können, müssen wir ändern, was liegt außerhalb unserer Möglichkeiten? Dieses Thema wird der KGR auf der kommenden Klausur erörtern.
  5. Pfr. Dr. Hauff erläutert den neuesten Stand der Genehmigung zu den geplanten Umbaumaßnahmen des Gemeindehauses. Nach einem Gespräch vor Ort konnten die Differenzen grundsätzlich überwunden werden, und der Oberkirchenrat signalisierte die Zustimmung in Kürze. Danach kann dann die beschränkte Ausschreibung der einzelnen Gewerke erfolgen.
  6. Der KGR nimmt wertschätzend das Engagement der Jugendmitarbeitenden zur Kenntnis und signalisiert, Aktivitäten der Jugendarbeit direkt oder durch Vermittlung von Zuschüssen zu unterstützen, um einen möglichst niederschwelligen Zugang für Jugendliche zu den Angeboten unserer Kirchengemeinde zu ermöglichen.

15. Oktober 2017 - Großer Seniorennachmittag

Bei strahlendem Herbstwetter fanden sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum großen Seniorennachmittag im Gemeindehaus ein. Um 14.00 Uhr eröffnete der Kirchenchor unter Leitung von Conrad Schütze den Nachmittag. Pfarrerin Mechthild Martzy stellte das Bild von der Brücke, die Menschen verbindet, in den Mittelpunkt ihrer Andacht und wünschte für den weiteren Verlauf des Nachmittags, dass er solch eine Brücke zwischen den Menschen sein möge. Bürgermeister Daniel Salemi überbrachte Grüße der Stadt und berichtete von aktuellen Themen, die der Gemeinderat zurzeit voranbringt.
Die ökumenische Musikgruppe Querbeet zeigte mit Musik- und Gesangsstücken ihr Können und umrahmte den humorvollen Sketch von Ilka Bollmann und Ute Hauff mit dem Titel „Church Card“ (Kirchen-Karte).
Die Ehrung der Ältesten fand wieder große Aufmerksamkeit. Der Posaunenchor unter Leitung von Hans-Jörg Häge spielte Volkslieder und Choräle, bei denen kräftig mitgesungen wurde. Pfarrer Martin Hauff dankte allen, die zum Gelingen des Nachmittags beigetragen hatten, darunter auch dem Festausschuss und den freiwilligen Helferinnen und Helfern, und beendete mit einem Wort auf den Weg und der Friedensbitte den Nachmittag. Beim Verabschieden war es vielen Seniorinnen und Senioren ein Anliegen, ihrer Freude und ihrem Dank für den gelungenen Nachmittag Ausdruck zu verleihen.

 

15. Oktober 2017 - Gottesdienst zum Männersonntag

„Gnade!  …womit habe ich das verdient?“ Zu diesem Thema hat der Männerkreis den Gottesdienst zum Männersonntag vorbereitet und ausgestaltet. Mit einer szenischen Lesung des Textes „Zeugnistag“ von Reinhard Mey konnten die Männer im Gottesdienst verdeutlichen, dass im Wort „Gnade“ die Erfahrung festgehalten ist, dass anders mit einem umgegangen wird, als man es aufgrund seiner Taten verdient hätte. Pfarrer Martin Hauff konnte in seiner Predigt daran anknüpfen und zwei Linien ausziehen:
Gottes Gnade macht den Menschen frei von allen Bemühungen, seine Bedeutung und seine Identität selber sichern zu müssen. Er ist unwiderruflich von Gott anerkannt. Diese Anerkennung aber kann der Mensch sich nicht durch eigene Leistung erarbeiten, sie wird ihm von Gott geschenkt, „allein aus Gnade“.
Die Gnade Gottes aber hat Wirkungen, hat Folgen für das ganz praktische persönliche und gesellschaftliche Leben. Hier konnte der Prediger auf die in den Kirchenraum vom Männerkreis eingebrachte Installation verweisen: In der Mitte visualisierte ein Würfel die Gnade Gottes als das für den christlichen Glauben Zentrale. Von dieser Mitte strahlen Wirkungen aus, die als Plakate an den Emporen-Brüstungen lesbar waren: Liebe, Wertschätzung, Anerkennung, Nächstenliebe, diakonisches Handeln und Bewahrung der Schöpfung.
Der Männer-Gesangverein 1868 e.V. und Kantor Conrad Schütze gaben dem Gottesdienst eine festliche musikalische Note.
Wer beim Betreten des Kirchenraums daran vorbeigegangen war, konnte beim Verlassen noch einen Blick darauf werfen: An den Kirchentüren hatte der Männerkreis aus Martin Luthers 95 Thesen jene eine These angeschlagen, die von der Gnade Gottes redet: „These 62: Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium von der Herrlichkeit und Gnade Gottes.“

14. Oktober 2017 - Kinderkirchleute machen sich fit!

Zusammen mit Pfarrerin Mechthild Martzy beschäftigte sich eine Gruppe von Kinderkirchmitarbeitern am 14. Oktober einen Samstag lang mit dem Thema „Wie kann ich eine biblische Geschichte ´rüberbringen – kreative Methoden des Erzählens“.
Religionspädagogin Regina Eisenmann und Petra Bauer als erfahrene Kinderkirchmitarbeiterin gaben ihr Wissen an junge Kinderkirchmitarbeitende weiter.
Am Vormittag „schnupperten“ auch drei Jugendliche aus dem diesjährigen Konfirmandenjahrgang Kinderkirchluft. Bleibt nur zu hoffen, dass sich auch weiterhin genügend Kinder sonntags vormittags um 10 ins Gemeindehaus der Martinskirche aufmachen!

 

1. Oktober 2017 - Erntedankfest

Um 10 Uhr feierten zahlreiche Besucher den Erntedankfestgottesdienst in der Martinskirche. Posaunenchor und „Heilig’s Blechle“ (Leitung: Michael Egetenmeyer) teilten sich mit unserem Kirchenchor und Kantor Conrad Schütze an der Orgel die schöne Aufgabe, dem Fest musikalischen Glanz zu verleihen. Die Landfrauen hatten Kirche und Altar mit Erntegaben geschmückt und sprachen auch die Fürbitten. In ihrer Predigt zu Jesaja 58 erinnerte Pfarrerin Herminghaus an das Ende der letzten großen Hungersnot in Mitteleuropa vor 200 Jahren. Im Herbst 1817 konnte nach dem „Jahr ohne Sommer“ (1816) zum ersten Mal wieder Brot gebacken werden. Es sei bis heute nie selbstverständlich, sich sattessen zu können, sondern immer ein Grund, Gott dankbar zu sein. Das Staunen über die Fülle der Gaben, die uns zum Leben geschenkt sind, öffne die Herzen und Hände: „Wer reich erntet, kann reichlich geben. Und wer reichlich gibt, ist reich.“

 

 

 


Viel los war auch beim Familien-Mitmachgottesdienst in der Leonhardskirche. Vor dem wunderschön und reich geschmückten Erntealtar stellten Kinder und Erwachsene zur Lesung der Geschichte von der „Speisung der 5000“ dar, wie es Jesus gelingt, mit nur fünf Broten und zwei Fischen eine große Menschenmenge satt zu kriegen. Das Stegreifspiel war von den Mitarbeitenden der Kinderkirche vorbereitet worden.
„Wenn jeder gibt, was er hat, dann werden alle satt“ lautete das Fazit. Das gleichnamige Lied wurde, begleitet von der ökumenischen Musikgruppe „Querbeet“, von allen fröhlich gesungen und von Pfarrerin Martzy in ihrer Predigt über Markus 6,35-44 noch einmal aufgegriffen. Lesung und Fürbitten übernahmen Konfirmanden der Leonhardskirche; an der Orgel spielte Johannes Weber.

Das Opfer beider Gottesdienste kommt Menschen im Sudan und im Südsudan zugute. Der Bau von Brunnen und Schulen setzt bei den Fluchtursachen an und gibt den Menschen Hoffnung.

In Wettingen fand im Anschluss an den Erntedank-Gottesdienst das traditionelle Gemeinde-Mittagessen im „Rössle“ statt. Die Kollekte im Gottesdienst wurde für „Brot für die Welt“ gegeben.